Fabrik 4.0 – Unsere neue Bio-Frosterei

Fabrik 4.0 – Unsere neue Bio-Frosterei

ERRICHTUNG EINER DER GRÖSSTEN BIO-FROSTEREIEN EUROPAS

Die wachsende Nachfrage nach Bio-Produkten in den letzten Jahren zeigt das Interesse vieler Menschen an einer nachhaltigen, ökologischen Ernährung. Die seit dem Jahr 2000 von der BIO-FROST Westhof GmbH betriebene Bestandsfrosterei stößt inzwischen an ihre Kapazitätsgrenzen. Aus diesem Grund gehen wir nun einen großen Schritt in Richtung Zukunft. Durch den Neubau einer klima- und ressourcenschonenden Bio-Frosterei mit einer vollständig CO2-neutralen Energieversorgung in Friedrichsgabekoog erweitern wir sowohl unsere Produktionskapazität als auch unser Sortiment.













Neue Bio-Frosterei, neue Produkte, neue Kunden
Die neue Bio-Frosterei kann bis zu fünfmal mehr Gemüse verarbeiten als die aktuell betriebene Bestandsfrosterei. Die verarbeiteten Gemüsesorten sind bislang unter anderem Brokkoli, Erbsen, Kürbis, Pastinaken und Möhren. Spinat ergänzt in Zukunft das Produktsortiment. Aktuell beliefert das Unternehmen vor allem Kund*innen aus der Babynahrungs-, Tiefkühlkost- und Lebensmittelindustrie. In Zukunft wird das Tiefkühlgemüse auch für Handelspartner in kleine Faltschachteln abgepackt und anschließend im Lebensmitteleinzelhandel verkauft.

Digitalisierung, Automatisierung & moderne Prozesstechnik
Die Nutzung einer innovativen Maschinen- und Prozesstechnik stellt eine deutliche Reduzierung des Ressourcen- und Energieverbrauchs pro Kilogramm Gemüse sicher. Eine intelligente Vernetzung von Produktionsanlagen, Maschinen und Prozessen innerhalb der Bio-Frosterei führt zu einer effizienten und schonenden Verarbeitung des Gemüses — Vitamine und Mineralstoffe bleiben besser erhalten.
Ein neues, hochmodernes und automatisiertes Tiefkühllager sorgt dafür, dass das gefrostete Gemüse zwischengelagert wird. Somit kann regional angebautes Gemüse das ganze Jahr über an die Kund*innen ausgeliefert werden.









ELER+Bund+Land-Logo
2014_LPW_jpg_deutsch
Druck

Unsere Vision: Die Herstellung von bestem Bio-Tiefkühlgemüse auf nachhaltigstem Wege –
Das wahre Bio.

Nachhaltiges Energiekonzept zur Ressourcenschonung

Mit dem Bau der Bio-Frosterei setzen wir uns ein ambitioniertes Ziel: Die Produktion soll netzdienlich, ressourcenschonend und CO-neutral erfolgen. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, wurde ein innovatives Energiekonzept entwickelt.

100% Regenerative Energien
Für die energieintensive Produktion des Tiefkühlgemüses wird ausschließlich Strom aus erneuerbaren Quellen genutzt. Ein Teil der Energie wird dabei durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Bio-Frosterei produziert. Der verbleibende Energiebedarf wird ausschließlich über den Bezug von Ökostrom aus externer Produktion abgedeckt.

Wassermanagement zu Ende gedacht
Auch bei der knappen Ressource Wasser setzen wir auf eine nachhaltige und ressourcenschonende Nutzung. Eine Wasseraufbereitungsanlage reinigt das Prozesswasser aus der Produktion.
Die organischen Rückstände im Wasser werden in der Anlage zu Biogas umgewandelt, welches zur CO
-neutralen Energieversorgung der Bio-Frosterei beiträgt. Eine offene, natürliche Lagune neben der Produktionsstätte speichert das aufbereitete Wasser und dient anschließend zur Bewässerung der angrenzenden landwirtschaftlichen Anbauflächen. Organische Reststoffe und Prozesswasser werden genutzt und es werden keine Ressourcen verschwendet.

Lade- und Entladeprozess des Hochtemperaturspeichers

Unterstützung für die Energiewende

Eine wesentliche Herausforderung der Energiewende ist die diskontinuierliche Stromproduktion durch Photovoltaik- und Windenergieanlagen. Um das Stromnetz bei einem Überangebot an Strom aus regenerativen Quellen zu entlasten, braucht es intelligente Lösungen und Konzepte.

Die Bio-Frosterei als Batterie
Als Teil des innovativen Energiekonzeptes installieren wir in der neuen Produktionsstätte einen modernen Hochtemperatur-Stahlspeicher. Dieser bezieht immer dann Strom aus dem öffentlichen Netz, wenn ein Überangebot vorhanden ist. Netzspitzen werden somit ausgeglichen. Das Kraftwerk speichert die diskontinuierlich auftretende elektrische Energie aus Wind und Sonne und gibt diese in Form von kontinuierlicher Hochtemperaturwärme (Dampf) wieder ab. Die gespeicherte Energie kann anschließend langsam in Form von Wärme oder Dampf den Fertigungsprozessen zugeführt werden. Die Produktion wird somit netzdienlich.

Alles in allem soll ein Zusammenspiel von innovativen Produktionsprozessen, Speichertechnologien und lokalem Verteilnetz zur Förderung der Netzstabilität unter ausschließlichem Einsatz von erneuerbarer Energie stattfinden.

Leuchtturmprojekt für einen CO₂freien Gesamtenergiemix
Das Vorhaben zeigt, dass Unternehmen bei der Konzeption von Industrieanlagen mit hohem Wärmebedarf durch eine netzdienliche Infrastruktur einen wertvollen Beitrag zur Energiewende leisten können. Die neue Bio-Frosterei nimmt dabei eine Vorreiterrolle für die klimaneutrale Industrie der Zukunft ein.

Unsere Strategie ist es, das zu tun, was wir am besten können:
Die Beschaffung und Verarbeitung von Bio-Gemüse aus regionalem Kontext.

DIE GESCHÄFTSFÜHRUNG

Rainer Carstens
Landwirtschaftsmeister, Gründer der Unternehmensgruppe WESTHOF BIO, geschäftsführender Gesellschafter — Rainer Carstens prägt das Unternehmen schon von Beginn an maßgeblich mit.
Und nicht nur er: Neben seiner Tochter Berit Carsten-Lask folgten ihm auch seine anderen Kinder und sind heute alle in der Unternehmensgruppe WESTHOF BIO tätig. Wenn man ihn fragt, weshalb er zum Überzeugungstäter wurde, hat Rainer Carstens eine klare Antwort: „Einerseits erlangte mein Vater durch die Umstellung auf Vollwerternährung seine körperliche Fitness wieder. Aber auch das Tschernobyl-Unglück 1986 führte für mich zu einem Umdenken bei den Themen Naturschutz und Energieversorgung.“ Daher sind vor allem die ständige Weiterentwicklung des biologischen Anbaus und die Möglichkeit, Zukunft und Mitwelt zu gestalten für ihn besonders wichtig: „Durch meine Zuarbeit möchte ich erreichen, dass das Leben auf der Erde lebenswert bleibt.“ Denn klar ist für Rainer Carstens, dass auf einem zukunftsfähigen Planeten die natürlichen Kreisläufe und Lebensräume respektiert werden müssen.
Umweltbewusstsein ist auch abseits der Arbeit essenzieller Bestandteil seines Alltags, weshalb Herr Carstens ausschließlich nachhaltige Produkte konsumiert.

Berit Carstens-Lask
Die geschäftsführende Gesellschafterin Berit Carstens-Lask leitet das Unternehmen mit Leidenschaft und Visionen. Dabei schätzt sie nicht nur die Selbstbestimmung und Realisierung von Ideen, sondern auch die strategische Ausrichtung ihres Unternehmens: „Das Besondere an unserem Unternehmen ist vor allem die von Weitsicht und dem Blick auf zukünftige Generationen geprägte Strategie“. Auch ihre Ziele richten sich neben ökonomischen Kenngrößen auch auf gesunde Teamstrukturen, die es dem Unternehmen ermöglichen mutig nach vorne zu blicken.
Der Antrieb für ihre Arbeit steckt der studierten Betriebsökonomin schon in den Genen — Nachhaltigkeit wurde bei ihr zu Hause immer großgeschrieben, es gab Lebensmittel aus ökologisch angebauten Zutaten schon seit der frühsten Kindheit. Die Leidenschaft für die Umwelt, die ihr mitgegeben wurde, möchte sie durch ihr Wirken nun weiterreichen und vor allem das Bewusstsein für eine gesunde, nachhaltige Ernährung in der Gesellschaft fördern.